Fachgebiet Trennende und Fügende Fertigungsverfahren
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OptiCut

Entwicklung einer diskontinuierlichen Selbstschärfung für Zerspanwerkzeuge mit geometrisch bestimmten Schneiden

Projektbeschreibung

Die Kernanforderung an die Fertigungstechnik besteht in der wirtschaftlichen Herstellung von Werkstücken unter Einhaltung der geforderten Qualität und Stückzahl. Daraus lässt sich für Zerspanwerkzeuge die Anforderung ableiten, anteilige Werkzeug- und Hauptzeitkosten bei Erreichen der geforderten Werkstückqualität und –menge zu minimieren. Auf Basis einer Schutzrechtsanmeldung wird im Projekt die Erfindung des Mechanismus der diskontinuierlichen Selbstschärfung für geometrisch bestimmte Zerspanwerkzeuge untersucht, weiterentwickelt und damit an die Markteinführung herangeführt. Die Erfindung stellt eine Weiterentwicklung des derzeitigen zweiteiligen Werkzeugaufbaus dar. Das Funktionsprinzip ist sowohl auf Schneid- und Wendeschneidplatten (WSP) aber auch einteilige Werkzeuge und verschiedene Fertigungsverfahren übertragbar, sodass nach Abschluss des Vorhabens eine Übertragbarkeit der Erfindung auf bestehende Werkzeuge und Zerspanprozesse entsteht. Die Erfindung greift die Abhängigkeit zunehmender Bearbeitungskräfte infolge von Werkzeugverschleiß auf. Durch Einbringung von Sollbruchebenen wird bei Überschreiten einer definierten Kraft ein festgelegter Teil des Schneidkeils gezielt abgetrennt, eine neue scharfe Schneidkante freigelegt und damit die Einsatzfähigkeit des Werkzeugs wiederhergestellt. Das Ergebnis ist eine Selbstschärfung, die verschleißabhängig und damit selbstreguliert, ohne äußeren Eingriff in den Bearbeitungsprozess, erfolgt.


Projektziele

  • Qualifizierung und Adaption der Selbstschärfung auf verschiedene Trennverfahren, Bearbeitungen und Werkstoffe
  •  Identifizierung und Untersuchung von Verfahren zur Werkzeugherstellung
  •  Steigerung der Standzeit und damit Reduktion der anteiligen Werkzeugkosten
  • Steigerung der Prozessstabilität (Selbstschärfung als Überlastschutz)
xcv

 

Laufzeit
01.08.2015 – 31.12.2018

 

Fördermittelgeber
Dieses Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) im Förderprogramm „WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“ (Förderkennzeichen: 03THW10F02) gefördert.

 

Projektleiter
Dipl.-Ing. Christoph Heise

Dipl.-Ing. (FH) Stefan Schwarte, M.Sc.

 

Projektträger
Projektträger Jülich (PTJ)

 


Projektbegleitender Ausschuss

Universität Kassel FG Trennende und Fügende Fertigungsverfahren (tff)

Ort: Kassel